Pfarrerin Kaitia Frey von A-Z

Ankommen
Die ersten Kontakte – insbesondere mit dem Kirchenvorstand – sind schon geknüpft und ich freue mich darüber, wie offen und warmherzig die Menschen auf meine Familie und mich zugegangen sind. Ich glaube, dass uns das Ankommen in Mindelheim sehr leicht fallen wird und ich bin gespannt, was wir hier alles erleben dürfen. Wir freuen uns auf die Zeit bei Ihnen.


Bibel
Die Bibel ist für mich ein Liebesbrief von Gott an uns Menschen, der aber auch kritisch gelesen werden muss. Über allem steht die Liebe Gottes zu uns Menschen unabhängig von unserem Einkommen, Alter, Geschlecht oder Sexualität. Deshalb muss die Bibel auch kritisch gelesen werden und nicht alles, was darinsteht, darf wortwörtlich gelebt leben. Gott sei Dank, denn sonst dürften wir Zauberinnen nicht leben lassen (2.Mos 22,17).


Erholung
In meiner Freizeit findet man mich entweder mit einem Buch vor der Nase oder auf dem Wasser beim Segeln. Zum Glück ist meine Familie auch sehr segelbegeistert – mein Mann noch mehr als ich – sodass wir dieses Hobby gemeinsam ausüben können.

Familie
Familie ist mir sehr wichtig. Natürlich mein Mann und die Kinder als auch meine Ursprungsfamilie bzw. meine Schwiegerfamilie. Mit niemand anderem kann ich so herzlich lachen und habe so viele Insider-Witze wie mit diesen Menschen.


Gottesdienste
Neben den „normalen“ Sonntagsgottesdiensten gibt es eine bunte Vielfalt, seinen Glauben zu leben und gemeinsam Gott zu feiern. Diese bunte Vielfalt macht wir Spaß: Spielplatzgottesdienste, Tauffeste am See, Liefer-Andachten oder Mikro(fon)-Andachten. Gerne möchte ich mit Ihnen neue Formen ausprobieren und bin gespannt, welche davon zu uns passen.


Heimat
Meine Heimat ist dort, wo meine Familie ist. Bis ich fünf Jahre alt war, lebten wir in der Nähe von Flensburg, dann zogen wir in den Münchner Osten nach Kirchheim-Heimstetten – fuhren aber im Urlaub immer wieder nach Schleswig-Holstein zurück, um die Verwandten zu besuchen. Dadurch bin ich eine norddeutsche Münchnerin und in beiden Gegenden zu Hause.


Interimshaus
Das Pfarrhaus wird eine Weile saniert werden, weshalb wir nicht sofort in die Gabelsberger Straße einziehen können. Zum Glück hat die Gemeinde ein Interimshaus in Mindelheim für uns gefunden und dieses angemietet, sodass wir im September gut starten können.


Johannes-Kirche
Eine Kirche, in der ich mich auf Anhieb wohl fühle, ist hell, schnuckelig und ohne viel Tamtam. Es freut mich also besonders, dass diese Kriterien nicht nur auf meine alte Gemeinde, die Adventskirche, zutreffen, sondern auch auf die Johannes-Kirche.


Kaffee
Kaffee mag ich nicht. Egal ob die Bohnen handgemahlen sind oder nicht, es Edelkaffee oder Discounterware ist – er schmeckt mir wirklich nicht. Deshalb gibt es bei uns zum Kuchen Tee oder heiße Schokolade (ja, auch für Erwachsene).


Mindelheim
Die Stellenausschreibung für „meine“ Pfarrstelle hat mich sofort angesprochen, aber würde die Familie auch mitziehen? An einem goldenen Oktobertag fuhren wir deshalb nach Mindelheim um uns die Stadt anzuschauen. Noch auf dem Marktplatz, mit einem Eis in der Hand, wurde uns die Entscheidung von den Kindern abgenommen: Hier und nirgendwo anders wollen wir wohnen!


Ökumene
In Kirchheim-Heimstetten, wo ich aufgewachsen bin, war Ökumene selbstverständlich; Kinderbibelwochen, Freizeiten etc. waren nur möglich, weil sie ökumenisch durchgeführt wurden und so war es für mich auch normal als Evangelische auf ein katholisches Mädchengymnasium zu gehen, weil das die beste Schule für mich war. Aufgrund meiner Biografie ist gelebte Ökumene für mich nichts Besonderes, aber ich muss mir immer wieder vor Augen führen, dass noch die Generation vor mir für die Ökumene stark kämpfen musste und es etwas ist, worauf wir stolz sein können.


Reisen
Wohin ich gerne mal reisen würde, sind die osteuropäischen Länder. Ich möchte gerne auf den Masuren in Polen segeln oder auf dem Plattensee in Ungarn. Allerdings müssen diese Segelurlaube mit vielen Landgängen gekoppelt sein, denn ich möchte auch Land und Leute kennenlernen.


Schwäbisch/Bairisch
An das Bairische habe ich mich schon gewöhnt und verstehe es auch meist, spreche es selbst aber nicht. Vor dem Schwäbischen habe ich etwas Sorge und hoffe, dass ich meinen Gesprächspartner auch verstehe; zum Glück haben bisher alle Mindelheimer Hochdeutsch mit mir geredet.


Toleranz
Toleranz ist für mich das „A“ und „O“ in meinem Leben, denn der Auftrag von Jesus „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ steht über allen und gilt auch für Menschen, die anders sind als ich (also die restlichen acht Milliarden).


Vorname
Meine Eltern konnten sich bei meiner Namensgebung nicht einigen, ob sie mich Kai (in Norddeutschland ist das ein Mädchenname) oder Katja nennen sollen, weshalb sie aus beiden Namen den Vornamen „Kaitia“ gebastelt haben. Seitdem darf ich mich über diesen Vornamen freuen, weil er einmalig ist, und mich gleichzeitig über ihn ärgern, weil er immer buchstabiert werden muss.


Windjammer
Mit einem Windjammer fing meine Begeisterung für das Segeln an: Der Roald Amundsen. Auch wenn ich auf ihr nicht mehr aktiv segel, hat sie mein Leben für immer verändert, denn auf ihr lernte ich meinen Mann kennen.


Zwillinge
Unsere Zwillinge, Marika und Kester, sind zehn Jahre alt und wechseln in den Sommerferien von der Grundschule auf das Maristenkolleg. Dass die beiden Zwillinge sind, sieht man ihnen nicht an und sie haben sich auch in ganz unterschiedliche Richtungen entwickelt. Wir sind froh, die beiden zu haben.